Corona Express Juni

Corona Express

Was gibt es Neues?

Aktuelle Corona-News kompakt. Laut einer neuen Studie haben viele Deutsche Angst vor neuen Corona-Mutationen. Eine Impfung schützt zwar nicht hundertprozentig vor einer Ansteckung, jedoch vor einem schweren Verlauf. Viele Kinder hingegen, vor allem jüngere, hatten bisher nicht die Chance auf eine solche Impfung. Doch nun haben die Impfhersteller BioNTech und Moderna die Ergebnisse ihrer neuesten Studien veröffentlicht. Außerdem: wir wissen, dass wir unsere Haustiere mit Corona anstecken können, doch geht es auch andersrum? Genau so erging es einer thailändischen Tierärztin. Doch wie konnte das passieren? Corona Express - aktuelles und kurioses, kurz und kompakt.

 

Wie groß ist die Sorge vor neuen Corona-Mutationen? 

Für manche ist Corona „vorbei“, doch andere hingegen machen sich sehr wohl noch Gedanken um unser zukünftiges Leben mit dem Virus. Tatsächlich sorgen sich zwei Drittel aller Menschen in Deutschland vor neuen Corona-Mutationen. Das geht aus einer aktuellen Befragung der repräsentativen European Covid Survey (ECOS) vom Mai 2022 hervor. Jeder Fünfte gibt demnach an, große Sorgen zu haben. Andererseits sind immer weniger Menschen bereit für eine Auffrischungsimpfung. Dass die Pandemie für die Bevölkerung noch nicht vorbei ist, zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Mehr als dreiviertel der Menschen in Spanien, Italien und Portugal befürchten neue Mutationen. Weniger Sorgen machen sich hingegen die Menschen in Dänemark (52 Prozent). Des Weiteren geht aus der Befragung hervor, dass die allgemeine Impfbereitschaft in Deutschland seit Beginn des Jahres von 86 auf jetzt 83 Prozent zurückgegangen ist. Noch weniger sind bereit für eine Auffrischungsimpfung (75 Prozent). 16 Prozent lehnen sie komplett ab, neun Prozent gaben an, noch unsicher zu sein. Damit liegt Deutschland unter den befragten Ländern zwar im unteren Mittelfeld, aber mit deutlichem Vorsprung vor Frankreich, das mit Abstand auf dem letzten Platz steht. Dort sind nur noch 74 Prozent allgemein impfbereit, für eine Auffrischungsimpfung sprechen sich weniger als 60 Prozent aus.

 

Kinder und ihr Antikörpertiter nach einer Infektion

Laut einer neuen Studie unter der Leitung des Boston Children's Hospitals (USA) sind Kinder, die COVID-19 hatten, nicht gegen die Omikron-Variante geschützt. Damit decken sich die Ergebnisse mit denen der Erwachsenen. „Wir haben festgestellt, dass Antikörper, die durch frühere Infektionen bei Kindern gebildet wurden, Omikron nicht neutralisieren”, erklärt Adrienne Randolph, die Hauptautorin. Kinder, die bereits Corona hatten, aber ungeimpft sind, sind also weiterhin anfällig für Omikron-Infektionen. Um zu diesen Ergebnissen zu kommen, untersuchten die Forschenden Blutproben von 62 Kindern und Jugendlichen, die mit schwerem COVID-19 hospitalisiert werden mussten, von 65 Kindern und Jugendlichen, die mit MIS-C (Multisystem Inflammatory Syndrome in Children) ins Krankenhaus eingeliefert wurden, und von 50 ambulanten PatientInnen, die sich von leichtem COVID-19 erholt hatten. Daraufhin setzten sie die Proben den jeweiligen fünf SARS-CoV-2-Varianten aus, und maßen, wie gut die Antikörper Alpha, Beta, Gamma, Delta und Omikron neutralisierten. Das Ergebnis: die Kreuzneutralisierung war bei Omikron am schwächsten. „Omikron unterscheidet sich stark von früheren Varianten, da es viele Mutationen auf dem Spike-Protein aufweist, und diese Arbeit bestätigt, dass es in der Lage ist, die Antikörperreaktion zu umgehen”, sagt Randolph.

 

COVID-Impfstoffe nun auch für Kinder ab sechs Monaten

Die Untersuchungen zeigten aber auch, dass Kinder, die zwei Dosen des COVID-19-Impfstoffs erhalten hatten, höhere neutralisierende Antikörpertiter gegen die fünf Varianten, einschließlich Omikron besitzen. Diese Ergebnisse sollen vor allem Eltern dazu ermutigen, ihre Kinder impfen zu lassen. Bisher war das Impfangebot für Kinder jedoch etwas eingeschränkt, eine Impfung wurde für unter 5-Jährige noch nicht freigegeben. Doch nun die gute Nachricht: Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat den COVID-Impfstoffen von BioNTech und Moderna eine Notfallzulassung für Kinder ab sechs Monaten erteilt. Bevor in den Vereinigten Staaten jedoch weitere 18 Millionen Menschen die Chance auf eine Impfung haben, muss die Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) die Entscheidung ebenfalls unterzeichnen. Die beiden Impfstoffhersteller hatten am 15. Juni klinische Daten von Studien vorgestellt, die zeigen, dass ihre mRNA-basierten Impfstoffe für Kinder sicher sind und Antikörperspiegel auslösen, die denen von Erwachsenen ähneln.

 

Erstmals Tier-zu-Mensch-Übertragung nachgewiesen

Dass sich Tiere mit Corona anstecken können, ist schon längst klar. Auch dass die Ansteckung meist durch den Besitzer selbst geschieht, ist nicht neu. Doch nun gab es den umgekehrten Fall: eine Tierärztin in Thailand hat sich nachweislich bei einer Katze mit SARS-CoV-2 angesteckt. Die Katze, die sich zuvor bei ihren Besitzern angesteckt hatte, hat bei der Entnahme eines Probenabstrichs geniest und der Veterinärin somit das Virus übertragen. Zwar trug die Tierärztin Handschuhe und eine Maske, jedoch keinen Augenschutz. Somit konnten die mit Viren kontaminierte Aerosole über die Schleimhäute der Augen eindringen. Drei Tage später begannen dann die COVID-typische Symptome Husten und Fieber. Ihr anschließender PCR-Test war positiv. Bisher sind in mehreren Ländern in Nord- und Südamerika, Afrika, Europa und Asien Infektionsfälle bei verschiedenen Tierarten gemeldet worden, darunter Katzen, Hunde, Löwen und Tiger. Meistens gingen diese Infektionen jedoch vom Menschen aus und wurden auf das Tier übertragen.

 

Endlich wieder nach Japan reisen

Mit dem Beginn der Pandemie hat sich einiges geändert, plötzlich fielen tausende Flüge aus, ganze Flughäfen waren für mehrere Wochen geschlossen. Reisen war für eine gewisse Zeit kaum ein Thema. In den USA oder Japan bestand lange eine Einreisebeschränkung für Touristen. Seit Herbst letzten Jahres haben die USA jedoch die Einreisebestimmungen gelockert, sodass man auch als Urlauber wieder die Möglichkeit hat, dort einzureisen. Auch in Japan waren seit April 2020 die Grenzen für Touristen dicht. Seit wenigen Wochen dürfen sie nun wieder einreisen - allerdings unter strengen Auflagen. Die Lockerungen gelten zunächst ausschließlich für geführte Reisegruppen. Die Reisebüros müssen sicherstellen, dass die Besucher Maske tragen, eine zusätzliche Krankenversicherung abschließen und von der Ein- bis zur Abreise von einem Reiseleiter begleitet werden. Vor der Einreise ist außerdem ein PCR-Test notwendig. Und die Touristen müssen zustimmen, geschlossene Räume und überfüllte Orte zu vermeiden und auf Abstände zu achten. Die Reisebegleiter hingegen sind dazu verpflichtet, genaue Dokumentation über die festgelegte Route und über die Kontakte der Teilnehmer zu führen. Wer sich nicht an diese Auflagen hält, dem droht ein umgehendes Ende der Reise, heißt es.

 

Fazit

Eine Impfung schützte bisher schon viele Menschen vor einem schwerwiegenden Verlauf, und nun hoffentlich bald auch die Jüngeren unter uns. Um jedoch initial eine Infektion zu vermeiden, haben sich FFP2- bzw. Anti COVID-19 Masken als wirksamstes Mittel erwiesen. Auch das Einhalten von Abständen ist weiterhin sinnvoll. Bei den eigenen Haustieren könnte das ganze mit Maske und Abstand allerdings ein wenig schwierig werden…